Durch unseren gemeinsamen Antrag mit den FWG wurde im Stadtrat 2025 die Verwaltung beauftragt, für das Schauffele – Gelände einen Konzeptvorschlag zu erarbeiten, bei dem die Ansiedlung zukunftsträchtiger Unternehmen, der Bau eines Hotels, Wohnbebauung entlang der Hagenbacher Straße sowie Naherholung am See ermöglicht werden.
Im November 2025 wurden im Ortsbeirat in Wörth und im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen vom Büro FIRO aus Kaiserslautern verschiedene Varianten für die Entwicklung des Schauffele – Geländes vorgestellt. Dabei wurde uns klar, dass vor der weiteren Planung geklärt werden muss, was mit den Förderanlagen des ehemaligen Kieswerkes und dem Gipskeuper auf dem Gelände geschehen soll. Diese Grundsatzentscheidungen haben Auswirkungen auf die Kosten, den Baugrund, die Nachhaltigkeit und die städtebaulichen Freiheiten. Neben der guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist auch die verkehrliche Erschließung des Gebietes von Bedeutung.
Bereits bei der Vorberatung zu diesem Punkt im Ortsbeirat Wörth und im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen zeigte sich, dass zum Schauffele – Gelände gegensätzliche Meinungen der CDU/FWG Fraktionen und der SPD/Grünen Fraktionen bestehen. Der SPD Sprecher meinte im Stadtrat, dass die Lage des Geländes unattraktiv für innovative Gewerbebetriebe sei und wies unter anderem auf die hohe Lärmbelastung durch die A65 und Schiene hin.
CDU Fraktion sah dies anders und Ihr Sprecher Jürgen Weber hob die besondere Bedeutung des Schauffele – Geländes für die Stadt Wörth hervor. Eine „Industriebrache“ direkt an der Schiene sieht Jürgen Weber als Standortvorteil für die Ansiedlung zukunftsträchtiger Unternehmen. Der geladene Sachverständige stellte ebenfalls das große Potential, das in diesem Gelände stecke, heraus. Deshalb soll nach Meinung der CDU Fraktion der Gipskeuper unter den Oberleitungen modelliert werden, da hier nicht gebaut werden darf. Die Förderanlagen sollen entfernt werden, um möglichst viel Bauflächen zu erhalten. Der Verkehr soll über die Wolfsgewanne und die Hagenbacher Straße untersucht werden um eine optimale Anbindung zu erreichen.
Eine Wechselwirkung mit den weiteren in der Stadt geplanten Projekten entsteht nicht, da die Entwicklung am Schauffelegelände mit externen Investoren entstehen soll.
Hierdurch wird auch ein finanzielles Abenteuer, wie es durch ein Sportgelände für die Stadt Wörth entstehen würde, verhindert.
Folgende vier Beschlüsse wurden einzeln mit Mehrheit im Stadtrates gefasst. Die CDU/FWG Fraktion stimmte geschlossen mit der FDP zu.
- Die Förderanlagen sollen abgebaut werden.
- Der Gipskeuper soll unter den Stromleitungen am Ende des Geländes verbleiben und entsprechend modelliert werden.
- Die verkehrliche Erschließung soll über die Wolfgewanne und die Hagenbacher Straße vorbereitend untersucht werden.
- Die Verwaltung soll auf Basis des beschlossenen Rahmenplans die für dieses Areal bereits im Verfahren befindlichen Bauleitplanverfahren anpassen.
Die CDU – Fraktion findet es richtig, mit diesen Beschlüssen ein Schritt weiter auf dem Schauffele – Gelände gekommen zu sein.
