Bei der Sitzung des Stadtrates in Wörth am Rhein wurde der Feuerwehrbedarf- und Entwicklungsplan mit einem einstimmigen Beschluss beschlossen. Die Stadt Wörth ist damit seiner Zeit voraus, da erst ab dem 01.01.2028 nach dem Gesetz über Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (LBKG) ein solcher Plan für die Kommunen vorgeschrieben ist. Bürgermeister Steffen Weiß hatte im Vorfeld der Sitzung für einen klaren Beschluss beim Feuerwehrbedarfsplan bei den Fraktionen im Stadtrat geworben. Er sah es als kritisch an, wenn bei diesem wichtigen Thema eine knappe Entscheidung getroffen würde. Passend zu der Tagesordnung des Stadtrates mussten einige anwesende Feuerwehrangehörige aus den Zuhörern zu einem Einsatz.
Der Bedarfs- und Entwicklungsplan beschreibt die Anforderungen an die Feuerwehr, analysiert die vorhandenen Strukturen und leitet die erforderlichen Maßnahmen ab. Er ist auch auf die Zukunft ausgerichtet und soll mithin die mögliche Entwicklung der Feuerwehr innerhalb der nächsten fünf Jahre darstellen. Beschrieben wird die Weiterentwicklung der Feuerwehr in Bezug auf den Bedarf an Personal, der daraus abzuleitenden Ausbildung und der dazu benötigten Ausstattung.
Die CDU – Fraktion hat sich ausführlich mit dem Bedarf- und Entwicklungsplan der Feuerwehr auseinandergesetzt und mehrmals in den Fraktionssitzungen behandelt. Hier konnte auch auf das Fachwissen der drei aktiven Feuerwehrleute in der Stadtratsfraktion zurückgegriffen werden. In der Stadtratsitzung im November 2025 wurde der Plan vom erstellenden Büro (Dipl.-Ing. Michael Ufer) vorgestellt und erklärt. Bereits im September 2025 wurde der Bedarfsplan durch die Verwaltung, der Wehrleitung, Herrn Ufer und dem BKI des Kreises Germersheim beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) in Trier vorgestellt. Das Landesamt sieht die gesetzliche Anforderung an die Bedarfs- und Entwicklungsplanung grundsätzlich als erfüllt an.
Eine Sondersitzung der Fraktion mit der Wehrleitung der Feuerwehr Wörth, mit Unterstützung des BKI des Kreises Germersheim Christian Betzel, konnte bei der Fraktion Fragen geklärt werden. Die CDU Fraktion steht hinter den Feuerwehren der Stadt und dem Bedarfs- und Entwicklungsplan.
Der Fraktionssprecher der CDU Jürgen Weber brachte bei seinen Ausführungen zum Ausdruck, dass unsere Feuerwehr in der Stadt Wörth eine sehr wichtige Einrichtung ist und für deren Leistung nicht genug gewürdigt werden kann. Er bedankte sich für den ehrenamtlichen Einsatz bei allen Feuerwehrfrauen und Männern der Stadt Wörth. Er betonte, dass der Stadtrat die Feuerwehr immer unterstützt und für die notwendige Ausrüstung gesorgt hat. Jürgen Weber sah es aber kritisch, dass viele Vorgaben des Landes nicht nachvollziehbar sind und ihm als Feuerwehrmann auch nicht alle als logisch erscheinen. Er bemängelte die Umgestaltung der Zuschüsse an die Kommunen für die Feuerwehr. Hier wird weniger Zuschuss ausbezahlt als vorher bei der Einzelbezuschussung und es widerspreche somit dem Konnexitätsprinzip und lässt die Kommune mit den Aufgaben weitgehend alleine.
Der Feuerwehrbedarfsplan wird die Kommune mit den Stadträten, der Verwaltung und der Wehrleitung weiterhin beschäftigen. Sei es bei den Beschaffungen von Fahrzeugen oder bei der Umgestaltung von Feuerwehrhäusern. Auch auf die Aufstellung einer Feuerwehreinheit im Industriegebiet Oberwald in Wörth, muss ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Die Werbung für Feuerwehrfrauen und Männer muss in der ganzen Stadt Wörth und besonders bei den großen Einheiten in Wörth und Maximiliansau verstärkt werden um den Personalstamm auf das notwendige Niveau zu bringen.
Die CDU Fraktion steht geschlossen hinter unserer Feuerwehr der Stadt Wörth am Rhein.
