Mit dem Neubau des Multifunktionsgebäudes im Ortsbezirk Büchelberg befassen sich die städtischen Gremien schon einige Jahre. Bereits im Jahre 2016 wurde durch einen CDU Antrag im Ortsbeirat in Büchelberg auf Untersuchung über eine mögliche Zusammenlegung der Mehrzweckhalle, des Feuerwehrhauses und des Bauhofes gestellt. Die Mängel an der vorhandenen Einrichtungen waren schon zu dieser Zeit bekannt und wurden in der Zwischenzeit weiter verschärft. Um der Problematik der beiden Einrichtungen gerecht zu werden sollte über ganz neue Lösungen nachgedacht werden. Hier wäre ein Multifunktionsgebäude das optimale Ergebnis. Ein solches Gebäude, das es in vielen Gemeinden bereits gibt, vereinigt Feuerwehrhaus, Sport- und Veranstaltungsraum in einem. Dies hätte den Vorteil, dass alle Versorgungseinrichtungen zentral genutzt werden, es entfallen Wartungsarbeiten, Wege und Hausmeistertätigkeiten.
Die vorhandene Mehrzweckhalle (Baujahr 1970, Anbau/Sanierung 1983) weist erhebliche bauliche Mängel auf (u. a. undichte Bodenplatte, unzureichende Lüftung, defekte Heizungsanlage, Asbest). Die Heizungsanlage musste bereits stillgelegt werden; die Wärmeversorgung erfolgt derzeit extern mit einem Hot-Mobil.
Das Feuerwehrgerätehaus in der Dorfbrunnenstraße (Baujahr 1980, wobei hier schon eine vorhandene Dreschscheune umgebaut wurde, Erweiterungen 1997 und 2012) erfüllt nicht mehr die erforderlichen Stellplatzgrößen für die aktuellen Feuerwehrfahrzeuge; zudem sind erforderliche Ausstattungen wie Abgasabsaugung in den Fahrzeugbereichen, Werkstatt- und Umkleidekapazitäten sowie weitere brandschutz- und einsatzrelevante Anforderungen aus dem Feuerwehrbedarfsplan abzustimmen. Der Versammlungsraum ist für die Ausbildung der Feuerwehr zu klein.
Die bestehende Mehrzweckhalle wird für Sport (Vereine, Schule, Kindergarten), kulturelle Veranstaltungen und private Feiern genutzt. Hier sind auch die Umkleidemöglichkeiten für die benachbarten Sportplätze untergebracht. In der im Jahre 2019 im Ortsbeirat Büchelberg vorgestellten Machbarkeitsstudie wurden zwei Varianten für den Neubau auf dem Areal untersucht. In der Ortsbeiratssitzung vom 25.04.2019 wurde Variante 1 mit weiteren funktionalen Anforderungen zur Weiterverfolgung empfohlen. Als Standort ist die Gewanne Roßbruch am östlichen Ortsrand vorgesehen. Die Zufahrt erfolgt über den Kerweplatz und die Kreisstraße 17 (Richtung Hagenbach). Östlich grenzt die Sportanlage mit Fußballplätzen an. Auf Antrag des Ortsbeirats vom 2024 rückten die Planungen wieder in den Fokus.
Der Stadtrat hat in der letzten Sitzung mit den Stimmen der CDU folgende Beschlüsse gefasst:
- Die notwendigen Gutachten einzuholen und die Vorbereitung für die Vergabe der Planung und Ingenieurleistungen für das Multifunktionsgebäude in Büchelberg bis zur Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung mit Kostenberechnung), Plan M 1:100, Erläuterungsbericht) auf Grundlage Machbarkeitsstudie und der getroffenen Beschlüsse vorzunehmen.
- Die Verwaltung zu beauftragen, die Planungskosten in Höhe der zusätzlichen Kosten von 280.000 EUR im Haushalt 2027 vorzusehen und die erforderlichen Planungsleistungen sodann auszuschreiben und an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.
