Schon einige Zeit wird in den städtischen Gremien, bei den Vereinen und in der Bevölkerung über die Zukunft der Wörther Bäder gesprochen. Zuletzt wurde im Stadtrat am 23. Juni 2026 ein gemeinsamer Antrag der SPD, FWG und FDP/PBS Fraktion über die „Zukunft der Wörther Bäder – Aktualisierung und vergleichende Bewertung der Varianten für die Beschlussfassung“ behandelt und mit Mehrheit beschlossen.
1) Die Werkleitung wird beauftragt, dem Stadtrat eine aktualisierte und untereinander vergleichbare Entscheidungsgrundlage zur Zukunft der Wörther Bäder vorzulegen. Diese hat die im Variantenprozess des Werkausschusses Bäderbetriebe betrachteten Wege auf einheitlicher Datenbasis und mit aktuellem Kostenstand darzustellen: a) Weiterbetrieb und schrittweise Sanierung beider Bäder (Hallenbad und Badepark, mit Attraktivierung des Hallenbades und gezielter Wasser- und Liegeflächenreduzierung im Badepark); b) Neubau eines Ganzjahres-/Kombibades am Standort Badepark, inkl. Weiterentwicklung Badepark – einschließlich einer belastbaren Schätzung der Rückbau- und Abrisskosten des Hallenbads sowie etwaiger Folgekosten und einer Nachnutzungsperspektive für das freiwerdende Gelände; c) Sanierung und Erweiterung des Hallenbads am bisherigen Standort mit anschließender Schließung des Badeparks – einschließlich einer belastbaren Schätzung der Rückbau- und Abrisskosten des Badeparks sowie etwaiger Folgekosten und einer Nachnutzungsperspektive für das freiwerdende Gelände.
2) Für alle drei Varianten ist eine einheitliche und damit vergleichbare Betrachtung vorzulegen, insbesondere: – ein gemeinsamer Preis- und Kostenstand (einheitlicher Stichtag); – die
Investitionskosten einschließlich Planung, Rückbau und Erschließung; – die jährlichen Betriebs-, Personal-, Energie- und Instandhaltungskosten sowie das zu erwartende jährliche
Betriebskostendefizit; – eine Betrachtung über einen einheitlichen Zeitraum (Lebenszyklus, z. B. 30 Jahre), nicht allein der reine Investitionsbetrag; – die je Variante potentiell erzielbaren
Fördermittel von Bund, Land und Kreis; – Aussagen zur Versorgung von Schulen, Vereinen und Kursen.
3) Die Vorlage ist dem Stadtrat ergänzend zu den bereits angekündigten, aktualisierten Zahlen vorzulegen. Sofern zur Erstellung die Beauftragung eines externen Büros erforderlich ist, deren Kosten nicht durch den Wirtschaftsplaner abgedeckt wird, ist hierüber ein Beschluss zu fassen. Erst auf dieser vollständigen und vergleichbaren Grundlage fasst der Stadtrat den Grundsatzbeschluss zur Zukunft der Bäder.
CDU Fraktionssprecher Jürgen Weber führte in der Sitzung des Stadtrates aus, dass die CDU weiter zu ihrem Antrag mit der FWG und der FDP/PBS Fraktion „Bäderkonzept“ bei der Stadtratssitzung vor einem Jahr steht. Am 27. Mai 2025 wurde beschlossen.
- Der Bauantrag für die Planungen des Ganzjahresbads unter Zugrundelegung der Variante M ist mit sofortiger Wirkung zurückzuziehen. Die Planungen werden nicht weiterverfolgt.
- Die vom Werkausschuss in seiner Sitzung vom 3. Juni 2024 favorisierte Planung einer Variante „S“ wird ebenfalls angehalten werden.
- Für das weitere Vorgehen ist ein aktualisiertes Pflichtenheft zu erarbeiten, welches die Bedürfnisse eines künftigen Konzepts enthält.
- Der Werkausschuss Bäderbetriebe erstellt das Pflichtenheft unter Anleitung der Werkleitung Bäder. Der Stadtrat ist bis zu seiner Sitzung am 07. Oktober 2025 über die Beratungsergebnisse zu informieren und entscheidet über das weitere Vorgehen.
Jürgen Weber führte aus, dass der jetzt vorgelegte Antrag die wesentlichen Punkte aus dem vor einem Jahr beschlossenen Antrag beinhaltet und die weitere Vorgehensweise des Werkausschusses Bäder verdeutlicht. Die bis Ende des Jahres vom Werkausschuss Bäder erarbeitete Erneuerung des Hallenbades kann nur in Zusammenhang mit dem Badepark betrachtet werden. Er werde deshalb dem Antrag wie vorgestellt zustimmen. Bei einer Nein – Stimme und vier Enthaltungen stimmte die CDU dem Antrag zu. Die unterschiedliche Abstimmung bei der CDU zeigt, dass es bei den Bädern noch offene Inhalte gibt und Jürgen Weber hofft, dass nach der Abarbeitung der beschlossenen Vorgaben eine vernünftige Entscheidung für die Zukunft der Bäder in Wörth am Rhein getroffen werden kann.
